Sie stammen aus dem gleichen Land, ja, demselben Staat: Israel. Doch die eine ist israelische Palästinenserin, der andere jüdischer Israeli. Alena Jabarine ist in Hamburg geboren, Tomer Dotan-Dreyfus in Haifa. Beide leben heute in Deutschland. Ist die zweite Heimat wichtiger als die erste? Wieso hat der eine im Nahen Osten einen Staat, mit dem er sich kritisch auseinandersetzen kann. Und die andere nicht? Wo fühlt man sich seit dem 7. Oktober 2023 und dem Krieg in Gaza einheimisch? Alena Jabarine und Tomer Dotan-Dreyfus erörtern im Gespräch mit Tessa Szyszkowitz, wie es ist, heute in Deutschland als Palästinenserin oder als Israeli wahrgenommen zu werden. Und wie schwierig es, in zwei Heimaten (nicht) richtig zu Hause zu sein.
Alena Jabarine, geb 1985 in Hamburg, ist Deutsche und Palästinenserin mit deutscher und israelischer Staatsbürgerschaft. Sie arbeitete als Journalistin in Deutschland bevor sie 2020 nach Ramallah zog und dort zwei Jahre lang für eine Stiftung arbeitete. Ihr Buch Der letzte Himmel erschien im Mai 2025 bei Ullstein.
Tomer Dotan-Dreyfus, geb 1987, ist in Haifa in Israel aufgewachsen. Seit 2011 lebt er als Autor und Übersetzer in Berlin. Seine Artikel erscheinen in Sueddeutscher Zeitung und taz. Sein erster Roman Birobidschan stand auf der Longlist zum deutschen Buchpreis 2023. Sein neuer Roman Keinheimisch erschien im September 2025 bei Ullstein.
Tessa Szyszkowitz, geb 1967, in Stuttgart, ist eine österreichische Autorin und Journalistin, die in London lebt. Sie arbeitet für den Falter, ihre Artikel erscheinen auch im Tagesspiegel und der NZZamSonntag. Ihr jüngstes Buch: “Echte Engländer – Britain and Brexit” (2018). Sie erhielt im November 2025 den britischen FPA Media Award for Best Story of the Year.
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