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Geschlechtergerechte Gesundheitsversorgung:
Mädchen und Frauen.
Selbstbestimmt.
Who cares – when it’s women?!
9. FrauenGesundheitsDialog
Montag, 8. Juni 2026
10.00 bis 17:00 Uhr
Ankommen: ab 9:00 Uhr
Urania, Dachgeschoss
Uraniastraße 1
1010 Wien
PROGRAMM
Ab 9.00 Uhr Registrierung, Austausch, Kaffee & Kipferl
10:00 Uhr Korinna Schumann, Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung
10:30 Uhr Plötzlich Teil des Gesundheitssystems: Zwischen Information, Beratung und Versorgung – Erfahrungen aus dem Pilotprojekt INVVO (Informiert Verhüten in Vorarlberg) Lea Putz-Erath, femail, Vorarlberg
10:50 Uhr Mind the Gap! Aktuelle Diskussionen zu Geschlecht und Ungleichheiten im Gesundheitssystem:
Lucia Mair, Medizinische Universität Wien; Verein Feministische Medizin e.V.
11.10 Uhr Frauengesundheit und eine gender-responsive Primärversorgung – Evidenzbasierte Ansätze für gesundheitsorientierte Frauenversorgungspfade im Lebensverlauf : Lorena Dini, Charité Berlin
11:30 Uhr Impuls-Beitrag einer Bildungseinrichtung: Frauengesundheit und geschlechtergerechte Gesundheitsversorgung in der Schule Gabriele Bertl-Baumann und Schülerinnen des Gymnasiums Draschestraße (Wien)
11:40 Uhr Questions and Answers – Diskussion mit den Vortragenden
—– Mittagspause 12.00 bis 13.00 Uhr —–
13:00 Uhr
13:45 Uhr Im moderierten Austauschformat „Mädchen- und Frauengesundheit im Dialog“ kommen die Teilnehmer:innen miteinander ins Gespräch. Eindrücke und Anregungen aus dem Vormittag werden geteilt. Der Fokus liegt darauf, wie eine geschlechtergerechte Gesundheitsversor-gung für Mädchen und Frauen erlebt, gedacht und weitergetragen werden kann.
—– Pause 14:30 bis 15:00 Uhr —–
15:00 Uhr Themenforum I:
Informiert. Begleitet. Gestärkt – Beratung und Praxis im Rahmen von INVVO (Informiert Verhüten in Vorarlberg) Dauer: 90 Minuten
Das Themenforum verknüpft Berichte psychosozialer Beratung für Mädchen und Frauen mit praxisnahen Einblicken aus der gynäkologischen Versorgung. Neben Einblicken in die psycho-soziale Beratung in einer Frauenberatungsstelle gibt eine Gynäkologin Einblicke in ihren Alltag und zeigt, wie gynäkologische Versorgung konkret aussieht und welchen Anliegen von Frauen sie in der Praxis begegnet. Das Forum richtet den Fokus explizit auch auf Fragen der Chancen-gerechtigkeit und diskutiert Schritte für eine chancengerechte Gesundheitsversorgung.
Referentinnen: Melanie Matt (femail Vorarlberg), Gynäkologin (tba)
Themenforum II:
Frauengesundheit in der Primärversorgung Dauer: 90 Minuten
Wie wird Mädchen- und Frauengesundheit im Lebensverlauf in der Primärversorgung berück-sichtigt und wo bestehen Lücken? Das Themenforum beleuchtet die Rolle der Primärversor-gung im Zusammenspiel mit angrenzenden Bereichen wie zum Beispiel Gynäkologie und Frau-enberatungsstellen. Im Fokus stehen Schnittstellen, Herausforderungen und Verbesserungs-potenziale entlang von Versorgungspfaden. Anhand kurzer Praxisimpulse aus der Allgemein-medizin und der Diätologie werden u.a. Themen wie zum Beispiel Autoimmunerkrankungen oder Essstörungen aufgegriffen, um spezifische Versorgungsbedarfe sichtbar zu machen.
Themenforum-Gestaltung: Johanna Pilwarsch (Gesundheit Österreich GmbH), Marlene Sachs (Ärztin für Allgemeinmedizin), Leonie Barbi (Diätologin, PVZ Purgstall)
Workshop: Gesundheit in den Wechseljahren im Fokus. Wissen teilen & gute Gesund-heitsinformationen erarbeiten. Dauer: 90 Minuten
Der Workshop bietet Raum für Wissensaustausch über vielfältige Dimensionen der Wechsel-jahre und die Erarbeitung guter Gesundheitsinformationen. Im ersten Teil werden persönliche und fachliche Zugänge sowie gesellschaftliche Narrative zu den Wechseljahren sichtbar ge-macht und reflektiert. Im Anschluss daran werden aktuelle Forschungserkenntnisse geteilt und gemeinsam erarbeitet, wie diese in verständliche und zielgruppengerechte Informationsfor-mate übertragen werden können.
Workshop-Gestaltung: Anna Wahl, Sylvia Gaiswinkler (Gesundheit Österreich GmbH)
16:30 Uhr Now, who dares? Take Aways für die Umsetzung in der Gesundheitsversorgung
16:45 Uhr Verabschiedung und Ausklang
Moderation: Elisabeth Rappold, Gesundheit Österreich GmbH
PARALLEL SESSIONS: ZWEI THEMENFOREN UND EIN WORKSHOP
TAKE AWAYS UND VERABSCHIEDUNG
KURZBESCHREIBUNG ZU DEN VORTRAGENDEN
Vortrag: Plötzlich Teil des Gesundheitssystems: Zwischen Information, Beratung und Versorgung – Erfah-rungen aus dem Pilotprojekt INVVO (Informiert Verhüten in Vorarlberg) Lea Putz-Erath
Dr.in Lea Putz-Erath ist Geschäftsführerin der Vorarlberger Frauenberatungsstelle femail und Projektleiterin des Pilotprojektes INVVO – Informiert Verhüten in Vorarlberg. Lea Putz-Erath ist Expertin für Geschlechterge-rechtigkeit und Frauenförderung mit mehr als 10 Jahren Erfahrung als Sozialarbeiterin. Auf Grund Ihrer Erfah-rung und Forschung bringt sie ein breites Verständnis für unterschiedliche Organisationen und Systeme mit. Seit 2024 schreibt sie regelmäßig für die Neue Vorarlberger Tageszeitung Kommentare. Das Projekt INVVO läuft bis Ende 2026 als Forschungsprojekt mit Praxisbezug, in dem kostenlose Verhütung und Beratung erprobt wird sowie Strukturen identifiziert werden, die für eine potenzielle Ausrollung wichtig wären.
Vortrag: Mind the Gap! Aktuelle Diskussionen zu Geschlecht und Ungleichheiten im Gesundheitssystem
Lucia Mair
Lucia Mair, BA MSc ist Ärztin und Medizinanthropologin, und arbeitet als Senior Scientist am Institut für Pri-märmedizin des Zentrums für Public Health, Medizinische Universität Wien (MUW). Außerdem ist sie Research Fellow und Doktorandin im Forschungsteam Health Matters am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien. Gemeinsam mit vielen anderen gründete sie 2020 den Verein Feministische Medizin e.V., ein Zusammenschluss von Menschen im deutschsprachigen Raum, die im Gesundheitsbereich arbeiten und forschen. Außerdem ist sie Teil der Redaktion von Our Bodies, einem feministischen Online-Gesundheitsma-gazin mit Sitz in Wien. Sie lehrt, forscht und schreibt u.a. zu Primärversorgung, struktureller Ungerechtigkeit, Gesundheitsaktivismus und sozialen Bewegungen.
Vortrag: Frauengesundheit und eine gender-responsive Primärversorgung – Evidenzbasierte Ansätze für gesundheitsorientierte Frauenversorgungspfade im Lebensverlauf Lorena Dini :
Leiterin der Arbeitsgruppe Health Policy and Systems Research and Innovation (AG HPSRI), Charité Universitätsmedizin Berlin; President of the Section Health Services Research (EUPHA-HSR), European Public Health Association; Fellow, Sciana Health Leaders Network
PD Dr. med. Lorena Dini leitet die Arbeitsgruppe Health Policy and Systems Research and Innovation, die im Jahr 2017 am Institut für Allgemeinmedizin der Charité gegründet wurde, um Innovationen in der Primärver-sorgung voranzutreiben und Projekte zur Anwendung von Politik- und Systemforschung durchzuführen. Dabei liegt ihr Schwerpunkt auf systemorientierter und interdisziplinärer Forschung sowie der Verbindung von natur- und sozialwissenschaftlichen Methoden. Mit ihrem Projekt Frauen 5.0, gefördert vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses, hat sie zwischen 2017 und 2023 das Thema der Frauengesundheit von und für Frauen über das gebärfähige Alter hinaus in Deutschland auf die Agenda der Gesundheitspolitik und der Versorgungsforschung gesetzt. Der Fokus lag dabei auf der Identifikation von Versorgungslücken sowie auf der partizipativen Entwicklung von Lösungen, um eine gerechte Förderung und Versorgung der Frauengesund-heit in der Primärversorgung über alle Lebensphasen hinweg zu gewährleisten. Die Entwicklung patientin-nenorientierter und koordinierter Versorgungsansätze im Modellprogramm Frauen 5.0 bildet eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung integraler, genderresponsiver Versorgungssysteme in der Frauengesundheit.
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