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BRAUTBRIEFE UND WIDERSTAND – Dietrich Bonhoeffer

Eine szenische Lesung zu Liebe und Leben
des NS-Opfers und lutherisch-evangelischen Theologen
Dietrich Bonhoeffer
© Thomas Stimmel 19:30
RundPunkt11 – vormals Aktionsradius Augarten
Gaußplatz 11, 1200 Wien
„Weil ich dein Leben teilen will, zeichne ich deine Zelle in meinem Zimmer nach. 2 x 3 Meter. Mit Kreide auf dem Boden. Exakt nachgemessen. Eine Pritsche, ein Hocker, ein Aborteimer. Gefängniszelle 92“
teatro caprile bringt in der szenischen Lesung die Beziehung von Maria Wedemeyer und Dietrich Bonhoeffer auf die Bühne. Sie zeigt eine selbstbewußte sehr junge Frau und einen bereits berühmten Pfarrer, der im Widerstand gegen die Nazis aktiv ist. Nach wenigen kurzen Treffen, in denen Maria sich für Bonhoeffer entscheidet und die Initiative zur Verlobung ergreift, wird er inhaftiert und im April 1945 erhängt. Maria erfährt erst im Juni von seinem Tod.
Basierend auf den Briefen von Dietrich Bonhoeffer und dem Theatertext von Fabian Vogt, entwickelt sich ein bewegendes Dokument einer großen Liebe, voller Zuversicht, Wärme und Menschlichkeit, inmitten eines mörderischen Regimes und angesichts eines Krieges mit Millionen Toten. Die von beiden erkannte Notwendigkeit des Widerstands und ihre Kritik am Regime finden aufgrund der Zensur nur in subtilen Äußerungen statt. Sie beleuchten ein Widerstandsmilieu, in dem sich theologische Fragen, tiefe Gläubigkeit und preußische Disziplin zu einem Mindset amalgamieren, das Resilienz schafft und ermöglicht.
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