Ausstellungseröffnung

Ursula Maria Probst

&

Raashish India:

 

PEACE STARTS WITH A SMILE

 

PEACE STARTS WITH A SMILE

artVideoLoop:

Ursula Maria Probst & Raashish India

Eröffnung Mi 11.02.2026, 18h

monochrom| MQ Schauräume

 Eintritt frei

 – zeitgleich finden Eröffnungen in weiteren Schauräumen

und in der eSeL Rezeption statt sowie künstlerische Präsentationen der aktuellen MQ Artists-in-Residence

im Raum D:

 

MQ Artist-in-Residence Selbi Jumayeva l Steppe Synanthropies: Data TapestryMQ Artist-in-Residence Edwin Adokwei Boye: After Fashion, Life!Martin Markeli: Open Atelier – Back from Miami candyeSeL: Gerngeschehen MQMQ Artist-in-Residence Ausstellung: Artistic Gathering

 

Das Video PEACE STARTS WITH A SMILE von Ursula Maria Probst & Raashish India ist Teil eines Projektes, das den Versuch startet, den Appell „Frieden“ (ein Zustand nach dem wir uns alle sehnen) in möglichst vielen Sprachen der Welt aufeinandertreffen zu lassen.

Das Konzept für das Video basiert auf intensiven persönlichen Gesprächen und/oder dem schriftlichen und mündlichen Austausch mit internationalen Künstler:innen und Kulturarbeiter:innen via Social Media, die sich für Frieden engagieren und selbst teils künstlerisch Friedensprojekte realisiert haben wie beispielsweise der aus Kashmir stammende Künstler Inda Salim in Zusammenarbeit mit Laura Martin in der Installation Peace Game (2004) in Dehli.

Probst und India haben infolgedessen Künstler:innen und Kulturarbeiter:innen gebeten, Frieden in ihrer Muttersprache auf ein Blatt Papier zu schreiben, dieses zu photographieren und ihnen zu schicken oder das Blatt mit der Hand gegen die Kamera zu halten.

Einige der Künstler:innen haben Aufnahmen von Frieden in ihrer Muttersprache und Videoperformances geschickt. Auf andere sind die beiden während ihrer Reisen durch Indien, Sri Lanka, Taiwan, Bangladesh, Nepal, Singapur, Australien, Thailand selbst getroffen.

In Wien wurde das Projekt in den realen Umraum erweitert, indem Jugendliche und Erwachsene direkt auf Plätzen oder in der U-Bahn gefragt wurden, was Frieden in ihrer Muttersprache heißt, um Frieden infolge ebenfalls auf ein Blatt Papier zu schreiben und sie via Video aufzunehmen.

Daraus ergaben sich interessante Gespräche. So war beispielsweise eine der Reaktionen „Oh darüber muss ich jetzt nachdenken, wir verwenden das Wort nie“. In Mandarin gibt es für Frieden verschiedene Begriffe wie anning, ping’an oder heping. „Mir“ bedeutet in vielen slawischen Sprachen Frieden aber auch Welt. Probst und India wurden besonders darauf aufmerksam gemacht, dass sich im ukrainischen die Prononcierung verändert und die Betonung auf e liegt. „Mir“ steht im bosnischen auch für Stille und Ruhe und spielt in der Trauerarbeit eine wichtige Rolle.

Probst und India ist es wichtig, dass die Teilnehmer:innen des Projektes „Frieden“ in ihrer Muttersprache und in ihrer Handschrift schreiben, sodass es einen Signature-Charakter bekommt. In einer Welt in der zunehmend Englisch als Kommunikationssprache dominiert und unseren Wortschatz verändert, finden sie es wichtig, die Diversität unterschiedlicher Sprachen sichtbar zu machen. Gegenüber der steigenden Militarisierung in Sprache und Politik erscheint es außerdem notwendig, mehr zu einer Friedenskultur zu animieren, um dem Milliarden lukrierenden Kriegskapitalismus und der zunehmenden globalen Aufrüstung entgegen zu wirken.

Datum

11.02.2026

Uhrzeit

18:00 - 19:00

Veranstaltungsort

Museumsquartier

Kategorie

Veranstalter

Museumsquartier Halle D
E-Mail
veranstaltung@mqw.at

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