Online-Lesung:

Pflege braucht Zukunft

 

29.10.2026

17:00–18:30 Uhr

online

2 Bücher, 2 Expertinnen

Zum International Day of Care and Support lesen Elisabeth Potzmann und Ruth Kummer aus ihren Büchern „Löcher stopfen“ und „Who cares?“. Gemeinsam sprechen wir darüber, was Pflegekräfte brauchen, wie pflegende Angehörige entlastet werden können und welche politischen Veränderungen notwendig sind. Wie wir Pflege als einen öffentlichen Auftrag gestalten, betrifft uns alle. Wir laden euch herzlich ein, bei diesem elementaren Thema dabei zu sein und freuen uns auf einen spannenden Austausch nach der Lesung mit euch allen.

WHO CARES? – Pflege zwischen Erschöpfung und Aufbruchvon Ruth Kummer beschreibt, was es bedeutet, heute in einem Pflegeberuf zu arbeiten und wie aus Erschöpfung wieder Hoffnung entstehen kann.   

LÖCHER STOPFEN – Pflegepolitik in Österreich zwischen Versagen und Hoffnungvon Elisabeth Potzmann. Sie analysiert die Herausforderungen der österreichischen Pflegepolitik und entwickelt gleichzeitig konkrete Lösungsansätze.

 

29. Oktober 2026 | 17:00 bis 18:30 Uhr | Online via Zoom

Jetzt anmelden: events@caringeconomy.jetzt 

 

 

 

Eine gemeinsame Veranstaltung von

CaringEconomy.Jetzt und Wirtschaft ist Care und Global Alliance for Care.

 

 

 

Pflege braucht Zukunft

2 Bücher, 2 Expertinnen, 1 Thema anlässlich des International Day of Care and Support

Sprache: Die Lesung wird ins Englische gedolmetscht.

Anmeldung: events@caringeconomy.jetzt

Am 29. Oktober wird weltweit der International Day of Care and Support begangen. Mit diesem internationalen Aktionstag machen die Vereinten Nationen die Bedeutung von Pflege, Betreuung und Sorgearbeit auf höchster politischer Ebene sichtbar. Der Tag erinnert daran, dass Care-Arbeit keine private Angelegenheit einzelner Familien ist, sondern eine zentrale Voraussetzung für das Funktionieren jeder Gesellschaft und jeder Wirtschaft. Gleichzeitig ruft er Staaten dazu auf, Pflege- und Betreuungssysteme nachhaltig zu stärken und pflegende Menschen besser zu unterstützen.

Aus diesem Anlass laden wir zu einer Online-Lesung und einem Gespräch mit Elisabeth Potzmann und Ruth Kummer ein. Gemeinsam sprechen wir über die aktuellen Herausforderungen in der Pflege, persönliche Erfahrungen aus der Praxis und darüber, welche Veränderungen notwendig sind, damit der Grundauftrag „Pflege“ in Zukunft gut gelingen kann.

Pflege ist eine der größten Zukunftsfragen unserer Zeit. Mit einer älter werdenden Bevölkerung steigt der Bedarf an Unterstützung kontinuierlich. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass bis 2030 rund 2,3 Milliarden Menschen weltweit auf Pflege und Unterstützung angewiesen sein werden. Auch in Österreich wird der Großteil der Pflege von Angehörigen geleistet. Rund 80 % aller pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause betreut. Etwa eine Million Menschen übernehmen regelmäßig Pflege- und Betreuungsaufgaben, 73 % davon sind Frauen. Viele pflegen zusätzlich zu ihrer Erwerbsarbeit oder reduzieren ihre Arbeitszeit, um für ihre Angehörigen da zu sein. Ohne dieses Engagement würde das österreichische Pflegesystem nicht funktionieren. Gleichzeitig verschärft sich der Fachkräftemangel. Laut aktueller Bedarfsprognose des Sozialministeriums werden in Österreich bis 2030 rund 51.000 zusätzliche Pflege- und Betreuungspersonen benötigt. Diese Entwicklung zeigt deutlich: Pflege ist eine der entscheidenden Zukunftsaufgaben unserer Gesellschaft. Es braucht bessere Arbeitsbedingungen, politische Reformen und eine Kultur der Wertschätzung, die Pflege von Menschen als unverzichtbare Grundlage unseres Zusammenlebens anerkennt.

Ruth Kummer

WHO CARES? – Pflege zwischen Erschöpfung und Aufbruch

Was bedeutet es, heute in der Pflege zu arbeiten? Und wie kann aus Erschöpfung wieder Hoffnung entstehen?

Ruth Kummer lässt in ihrem Buch Pflegekräfte selbst zu Wort kommen. Ihre Geschichten erzählen von hoher Verantwortung, Zeitdruck und fehlender Wertschätzung – aber auch von Menschlichkeit, Zusammenhalt und der Überzeugung, dass Veränderung möglich ist. Das Buch verbindet persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlicher Reflexion und zeigt, dass gute Pflege nicht allein von politischen Reformen abhängt. Sie braucht auch eine Kultur, die Fürsorge anerkennt und den Menschen hinter dem Beruf sieht.

 

Datum
29.10.2026
Uhrzeit
17:00 - 18:30
Veranstaltungsort
online
online
Veranstalter
Verein zur Förderung einer fürsorgenden und partnerschaftlichen Wirtschafts- und Gesellschaftsentwicklung
Website https://www.caringeconomy.jetzt/

Nächste Veranstaltung