Hilde Schmölzer

Das böse Wien der Sechziger Jahre

HILDE SCHMÖLZER | FOTOS
Ausstellung bis 26. April 2018

www.aktionsradius.at

Aktionsradius Wien
1200 Wien, Gaußplatz 11

 

Vergangene Termine

Dienstag, 3. April, 19.30 Uhr
BÖSES WIEN DER 60ER JAHRE
LENA ROTHSTEIN | KONZERT

25. Oktober 2016 bis 25. Jänner 2017

Wienbibliothek im Rathaus, Publikumsräume und Lesesaal Rathaus, Eingang Felderstraße, Glaslift, 1. Stock, 1010 Wien

Montag bis Donnerstag 9 bis 18:30 Uhr Freitag 9 bis 16.30 Uhr

Freier Eintritt

am Mittwoch 25.01.17 um 19 Uhr feiert Hilde Schmölzer ihren 80. Geburtstag

am Mittwoch 25.01.17 um 19 Uhr feiert Hilde Schmölzer ihren 80. Geburtstag

siehe: Schmö-GB-Ein3.pdf

 

Die Ausstellung "Das böse Wien der Sechziger" zeigt eine Auswahl an ‪Portrait‬fotos aus dem Vorlass, den Hilde Schmölzer 2012 der Wienbibliothek übergeben hat. Die Schau wird im Rahmen von eyes on - Monat der Fotografie gezeigt.
Als die Fotos dieser Ausstellung Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre entstanden, lebte Hilde Schmölzer in München, wo sie - vor ihrem Studium der Kunstgeschichte und Publizistik in Wien (1956–1958) die Bayerische Staatslehranstalt für Fotografie besuchte.
Besonders fasziniert war Hilde Schmölzer von dem "bösen Wien", das sich damals herausgebildet hatte, von der Revolte der sechziger Jahre, die in Wien nicht so sehr auf politischer Ebene wie etwa in Deutschland stattfand, sondern vor allem in der Kunst.
Es war eine revolutionäre, wütende Kunst, die sich aus den Frustrationen der fünfziger Jahre speiste, aus einem als hohl und substanzlos empfundenen Wirtschaftswunder, einer provinziellen, die großen internationalen Strömungen missachtenden Kulturpolitik und nicht zuletzt aus einem fehlenden österreichischen Selbstbewusstsein, das zwei Weltkriege und den Zerfall eines großen Reiches immer noch nicht verarbeitet hatte. Dass lediglich zwei Frauen, nämlich Valie Export und die skurril-makabre Theaterstücke schreibende Lotte Ingrisch, diese Männerriege durchbrachen, sagt ebenfalls einiges über die damalige Situation. Es gab wohl vereinzelt Frauen in der Kunst- und Literaturszene, aber das provokante Genre war Männern vorbehalten. Frauen waren überwiegend Musen, Modelle oder Objekte, bestenfalls MitarbeiterInnen, aber selten selbständig tätig.

Hilde Schmölzer, geboren 1937 in Linz, aufgewachsen in Steyr. Zweijährige Staatslehranstalt für Fotografie in München, nebenbei Schauspielschule Zerboni. Studium der Kunstgeschichte und Publizistik in Wien, Schauspielunterricht. 25 Jahre freiberufliche Journalistin und Fotografin für österreichische und deutsche Zeitungen und Zeitschriften. Seit 1990 ausschließlich als Autorin tätig mit Schwerpunkt Frauengeschichte und Frauenbiographien, bis jetzt publiziert fünfzehn Bücher und einen Gedichtband.


Publikation
Hilde Schmölzer: Das böse Wien der Sechziger. Gespräche und Fotos. 224 Seiten, Format 18 x 27cm, gebunden Mandelbaum Verlag 2008 978-3-85476-285-0